Blick auf Reinickendorf, Berlin

Wohnen in Reinickendorf, Berlin

Der äußerste Norden Berlins, zwischen dem ehemaligen Flughafen Tegel und der Stadtgrenze. Einfamilienhäuser, Sozialblöcke, langsames Tempo, bezahlbare Preise.

Geschichte und Identität

Reinickendorf ist seit dem 14. Jahrhundert als ländliches brandenburgisches Dorf dokumentiert. Im 19. Jahrhundert wurde es mit Berlins Expansion allmählich Arbeiterperipherie, besonders durch den Bau der Nordbahn. 1920 in Berlin eingemeindet, gab es dem gleichnamigen Bezirk seinen Namen. Während des Kalten Krieges gehörte es zu West-Berlin und beherbergte den Flughafen Tegel (Tegel TXL, bis 2020 Hauptflughafen West-Berlins). Eine große französische Garnison befand sich hier. Nach der Schließung Tegels 2020 ist das Viertel im Wandel: Der ehemalige Flughafen wird zu einem Wissenschafts- und Technologiepark und einem neuen Wohngebiet ("Urban Tech Republic" und "Schumacher Quartier").

Was dich erwartet

Heterogenes Gewebe: ein historischer Kern um den alten Dorfanger, Einfamilienhäuser mit Garten, Blöcke der 20er und 60er, moderne Wohnhäuser. Breite Straßen, baumbestandene Alleen, lokale Parks. Die Bewohnerschaft ist überwiegend deutsche Mittel- und Arbeiterklasse, etwas alteingesessene Einwanderung (türkisch, polnisch), wenige Expats. Authentisches Kiezleben, Supermärkte, Wochenmärkte, Schulen, Kitas. Abends ist es ruhig. Kein Tourismus, kein Nachtleben.

Verkehr

U-Bahn U8 (Paracelsus-Bad, Lindauer Allee, Karl-Bonhoeffer-Nervenklinik, Wittenau Endhaltestelle). S-Bahn S1, S25 (Schönholz, Wilhelmsruh, Eichborndamm). Tram M1 in den nordöstlichen Teilen. Busse M21, X33, 122, 222. Mitte in 25 Minuten mit S-Bahn oder U-Bahn. Radfahren möglich: Radwege vorhanden.

Was du im Viertel machen kannst

Schloss Tegel (Humboldt-Schloss) am Übergang nach Tegel — Wohnsitz von Wilhelm und Alexander von Humboldt, Park und Museum. Mörikepark und andere lokale Parks. Russische Botschaft am Schäferberg (historischer Ort). Märchenbrunnen in Borsigwalde. Der historische Dorfkern Alt-Reinickendorf mit der mittelalterlichen Dorfkirche (13. Jh.). Borsigwerke, ehemalige Lokomotivenfabrik Borsig mit ikonischem Turm, heute Einkaufs- und Kulturzentrum. Reinickendorfer Stadtgarten. Tegeler Forst und Tegeler See mit dem Rad erreichbar. Traditionelle deutsche und türkische Restaurants.

Für wen es ideal ist

Deutsche Familien und Neuzuzügler, die Platz, bezahlbare Preise und ordentliche Anbindung an das Zentrum suchen. Pendler, die im Zentrum arbeiten, aber ruhig wohnen wollen. Senioren. Menschen, die die "ruhige West-Berlin"-Atmosphäre schätzen. Weniger geeignet für jene, die zentrale Atmosphäre, Nachtleben, Gourmetrestaurants, internationale Szene suchen.

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