Wohnen in Grunewald, Berlin
WG-Zimmer Wohnen in Grunewald, Berlin - direkt von privat, ohne Makler - Berlin
Das grünste Viertel im Berliner Westen: der große Grunewald, die badetauglichen Seen und eine Villenkolonie aus der Gründerzeit. Stille und Natur, fern vom Trubel.
Grunewald ist eines der grünsten und wohlhabendsten Viertel Berlins, im Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf, am westlichen Stadtrand. Der Name sagt fast schon alles: Es wird vom gleichnamigen Wald beherrscht, dem größten Waldgebiet Berlins, mit seinen Seen (Grunewaldsee, Hundekehlesee) und den inneren Stränden, wo die Berliner im Sommer baden gehen. Die Villenkolonie Grunewald, eine Villensiedlung vom Ende des 19. Jahrhunderts, gehört zu den exklusivsten Wohngegenden der Stadt, mit stillen Straßen, Gärten und herrschaftlichen Häusern, von denen viele heute Botschaften beherbergen. Hierher kommt man wegen der Stille und des Grüns, nicht wegen des Stadtlebens.
Wer hier wohnt
Wohlhabende, alteingesessene deutsche Familien, etablierte Berufstätige, Diplomaten, Akademiker und Forscher (das Wissenschaftskolleg, das Institute for Advanced Study, hat hier seit 1981 seinen Sitz). Sehr wenige Studenten oder junge Singles: Das Viertel ist teuer und fern vom Rhythmus des Zentrums. Die Bevölkerung ist stabil, erwachsen und tendenziell zurückhaltend.
Wie es tagsüber ist
Ruhig und licht. Die Tage drehen sich um den Wald: Man geht spazieren, joggt, fährt mit dem Rad zum Grunewaldsee oder steigt die 204 Stufen des Grunewaldturms (1897) hinauf für den Blick über die Havel. Mitten im Wald liegt der Teufelsberg, ein künstlicher Hügel mit der ehemaligen amerikanischen Abhörstation, heute eine Freiluftgalerie für Street Art. Die Straßen der Villenkolonie sind geordnet und wie aus der Zeit gefallen. Wenige Geschäfte: Das kommerzielle Leben konzentriert sich an den Rändern, Richtung Roseneck.
Wie es abends ist
Sehr still. Grunewald hat kein Nachtleben: keine Clubs, wenige Lokale, dunkle und stille Straßen nach dem Abendessen. Abends isst man zu Hause oder fährt nach Charlottenburg und Wilmersdorf, die belebter sind. Es ist ein Viertel, das um neun Uhr abends schon schläft.
Sich bewegen
Der S-Bahnhof Grunewald wird von der Linie S7 bedient (Potsdam-Ahrensfelde, über Hauptbahnhof und Friedrichstraße), mit regelmäßigen Fahrten alle 10 Minuten tagsüber. Keine U-Bahn führt in den Wald hinein: Die nächste ist Krumme Lanke (U3), etwa einen Kilometer vom Südrand entfernt, schon in Steglitz-Zehlendorf. An den Rändern des Viertels fahren die Busse M19 und X10, und Richtung Roseneck die Linien M29 und 249. Auto praktisch, aber nicht unverzichtbar.
Essen und einkaufen
Das Angebot ist begrenzt und an den Rändern zu suchen. Rund um Roseneck und Hohenzollerndamm findet man Supermärkte (Edeka, Rewe), Bäckereien und ein paar Cafés. Für Restaurants, Märkte und einen vielfältigen Einkauf lohnt sich der Weg nach Wilmersdorf oder Charlottenburg. Im Wald gibt es Biergärten und saisonale Kioske an den Seen.
Wann NICHT wählen
Wenn du Student oder Erasmus mit knappem Budget bist: Es ist teuer und abgelegen. Wenn du Nachtleben, Lokale und abendliche Bewegung willst: Das gibt es hier nicht. Wenn du alles in Reichweite brauchst, von Geschäften bis zu den Öffentlichen: Einkauf und Verkehr erfordern Wege, und ohne nahe S-Bahn sind manche Teile unbequem.
Grunewald ist die richtige Wahl, wenn du Frieden, Grün und eine stille Lebensqualität mehr suchst als die Nähe zum Trubel: eine Ecke Berlins, in der der Wald mehr zählt als die Stadt.