Wohnen in Siemensstadt, Berlin
WG-Zimmer Wohnen in Siemensstadt, Berlin - direkt von privat, ohne Makler - Berlin
Entstanden als Werksiedlung der Siemens im Nordwesten Berlins: Industrie und Wohnen, viel Grün und die modernistische Großsiedlung als UNESCO-Welterbe. An der U7.
Siemensstadt ist ein Viertel im Bezirk Spandau, im Nordwesten Berlins, zu Beginn des 20. Jahrhunderts als Werksiedlung rund um die Siemens-Werke entstanden. Es ist ein Ort mit klarer Identität: Industrie und Wohnen leben nebeneinander, und das Grün ist überall. Das berühmteste Stück ist die Großsiedlung Siemensstadt, Teil der Ringsiedlung, 2008 wegen ihrer modernistischen Architektur der 1920er Jahre zum UNESCO-Welterbe erklärt (hier arbeiteten unter anderem Hans Scharoun und Walter Gropius). Wer eine ruhige, geordnete Gegend fern vom Trubel des Zentrums sucht, findet sie hier.
Wer hier wohnt
Eine historische Mischung aus Arbeitern und Angestellten, viele alteingesessene deutsche Familien, Beschäftigte der ansässigen Unternehmen, Rentner. In den letzten Jahren sind Arbeitende und Studenten hinzugekommen, angezogen von bezahlbareren Mieten als im Zentrum und geräumigen Wohnungen in den Anlagen der Zwanziger- und Dreißigerjahre. Wenig Expat-Präsenz, eine sehr deutsche und wohnliche Atmosphäre.
Wie es tagsüber ist
Ruhig und funktional. Die Straßen der Ringsiedlung sind gepflegt, voller Bäume und grüner Höfe: Man geht gut zu Fuß, es ist fast ein Freilichtmuseum der modernistischen Architektur. Es gibt Kiezläden, Supermärkte und ein paar Cafés entlang des Siemensdamms und der Nonnendammallee, aber erwarte keine Trendschaufenster. Der Rhythmus ist langsam, ideal für alle, die von zu Hause arbeiten oder studieren.
Wie es abends ist
Ruhig, stellenweise still. Ein paar Kneipen, Pizzerien und ethnische Restaurants in der Nähe der U7-Haltestellen, aber das echte Nachtleben ist nicht hier: Für Bars und Clubs fährt man nach Charlottenburg oder ins Zentrum. Abends ist Siemensstadt vor allem ein Ort, an den man in Frieden zum Schlafen zurückkehrt.
Sich bewegen
Das Rückgrat ist die U7, die das Viertel mit den Haltestellen Paulsternstraße, Rohrdamm, Siemensdamm und Halemweg durchquert und direkt mit Charlottenburg und dem Zentrum verbindet, ohne Umstieg. Mehrere Buslinien (123, 139, M27) vervollständigen das lokale Netz. Unweit fügt der Bahnhof Jungfernheide den S-Bahn-Ring (S41/S42) und einen U7-Knotenpunkt hinzu.
Essen und einkaufen
Für den täglichen Einkauf bist du versorgt: Rewe, Edeka, Aldi, Lidl und diverse Discounter sind gut verteilt. Die Gastronomie ist einfach und ehrlich - Döner, Pizza, deutsche Küche, ein paar Asiaten in der Nähe der U-Bahn-Haltestellen. Für eine größere gastronomische Auswahl und Märkte lohnt es sich, ein paar Stationen Richtung Charlottenburg zu fahren.
Wann NICHT wählen
Wenn du Nachtleben, angesagte Lokale und jenes Treiben des Berliner Zentrums willst, wird dich Siemensstadt langweilen. Es ist peripher und wohnlich: Nach Mitte zu kommen, braucht Zeit. Und wenn du ein junges, internationales Viertel mit vielen ausländischen Gleichaltrigen suchst, wirst du hier nur wenige finden.
Siemensstadt ist die richtige Wahl für alle, die Ruhe, Grün, Platz und eine gute U-Bahn-Linie direkt ins Zentrum an erste Stelle setzen und dafür gern auf den Trubel verzichten.