Die Villen und Seen von Nikolassee, Berlin

Wohnen in Nikolassee, Berlin

WG-Zimmer Wohnen in Nikolassee, Berlin - direkt von privat, ohne Makler - Berlin

Im äußersten Südwesten Berlins, eine Villenkolonie inmitten des Waldes, zwischen Schlachtensee und Wannsee. Ruhe, Seen und Natur, fern vom Zentrum.

Nikolassee ist eines der grünsten und wohlhabendsten Viertel Berlins, im äußersten Südwesten des Bezirks Steglitz-Zehlendorf. Es entstand zu Beginn des 20. Jahrhunderts als Villenkolonie (die Villenkolonie Nikolassee, ab 1901), und dieser Charakter ist unversehrt geblieben: breite und stille Straßen, Einfamilienhäuser mit Garten, Kiefern überall. Es liegt eingebettet zwischen zwei bei den Berlinern heiß geliebten Gewässern, dem Schlachtensee und dem Großen Wannsee, mit dem Strandbad Wannsee gleich dahinter. Hierher kommt man wegen der Ruhe und der Natur, nicht wegen des Stadtlebens.

Wer hier wohnt

Wohlhabende deutsche Familien, etablierte Berufstätige, Akademiker, langjährige Rentner. Es ist eine Gegend der Eigentümer mehr als der Mieter, mit wenigen WG-Zimmern auf dem Markt. Sehr wenige Studenten und junge Singles: Wer hier mietet, sucht meist Stille, Grün und Platz und ist bereit, dafür fern vom Zentrum zu wohnen. Die Atmosphäre ist gesetzt, wohnlich, familiär.

Wie es tagsüber ist

Sehr ruhig und mitten im Wald. Die große Anziehung sind die Seen: Den Schlachtensee umrundet man zu Fuß oder mit dem Rad auf einem Rundweg zwischen den Kiefern, und er ist einer der liebsten Orte der Berliner zum Schwimmen und Spazieren. Das Strandbad Wannsee, eines der größten Seestrandbäder Europas, liegt genau auf dem Gebiet von Nikolassee, am Ostufer der Havelbucht. Ringsum Wälder und Wege des Grunewalds. Das Kiezleben ist minimal: ein paar Bäckereien, ein Café, sonst wenig.

Wie es abends ist

Sehr still. Nikolassee ist kein Viertel zum Ausgehen: kein Nachtleben, sehr wenige Lokale, die Straßen leeren sich früh. Den Abend verbringt man zu Hause, beim Essen mit Freunden oder mit einem Spaziergang am See. Für Bars, Restaurants und Trubel fährt man woanders hin, nach Steglitz, Zehlendorf oder ins Zentrum.

Sich bewegen

Der Knotenpunkt ist der S-Bahnhof Nikolassee, bedient von den Linien S1 (Richtung Zentrum entlang der Wannseebahn) und S7 (entlang der Stadtbahn, bis Potsdam). Es gibt weder U-Bahn noch Tram in der Gegend. Oberirdisch fahren die Busse 112, der 312 (nur saisonal, Richtung Strandbad) und der Nachtbus N16. Das Viertel wird von der AVUS gestreift, heute der Autobahn A115 (Ausfahrt Spanische Allee), bequem mit dem Auto, aber weit zu Fuß vom Stadtzentrum.

Essen und einkaufen

Grundlegendes Angebot. Ein paar Supermärkte, eine Bäckerei, ein paar Restaurants und Kiezcafés, oft mit Außenbereich im Sommer in Seenähe. Für einen vollständigen Einkauf oder eine Auswahl aus vielen Küchen lohnt es sich, nach Zehlendorf zu fahren. Es ist ein Viertel, in dem man eher zu Hause gut isst als auswärts.

Wann NICHT wählen

Wenn du Student bist oder gesellschaftliches Leben, Lokale und Trubel suchst: Das gibt es hier nicht. Wenn du nicht für jeden Weg von der S-Bahn abhängen willst, denn das Zentrum ist weit, und die Verbindungen, so gut sie sind, bleiben eine einzige Hauptlinie Richtung Mitte. Wenn dir die absolute Stille am Abend zu viel ist. Und wenn du alles in Reichweite brauchst: Die Versorgung ist spärlich und verstreut.

Nikolassee ist die richtige Wahl, wenn du Grün, Seen und Stille an erste Stelle setzt und gern in Kauf nimmst, fern vom Zentrum zu wohnen, im Tausch gegen eine in Berlin seltene Lebensqualität.

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